Stationen

Wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir.

(Hebräer 13,14)

1984-1987
Nach dem Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen und Zürich Vikariatszeit in der Ev. Leonhardsgemeinde in Stuttgart-Mitte. Die Leonhardskirche ist eine der schönsten und ältesten Kirchen Stuttgarts und liegt zwischen dem Rotlichtviertel und der Innenstadt. Hier fand ich eine ökumenisch und – in Württemberg damals ungewöhnlich – liturgisch akzentuierte Gemeindepraxis vor. In beiden Bereichen konnte ich praktisch-theologisch vieles lernen und mir vor allem einen Fundus an „Handwerkszeug“ aneignen, von dem ich bis heute profitiere. An dieser Stelle eine Empfehlung für die Gottesdienstgestaltung: das Liturgie-Kontor „Maria Magdalena“ von Reinhard Brandhorst, der damals Pfarrer an St. Leonhard war.



1987-1990
Pfarrer im Entsendungsdienst in der Martin-Luther-Gemeinde in Böblingen. Dort war ich hauptsächlich für eine Stadtrandsiedlung zuständig, wo ich unter anderem ein ökumenisches Abendgebet ins Leben rief und auf die religionspädagogische Spur Förderschule gesetzt wurde, der ich anschließend in Berlin gefolgt bin.



1990-1994
Aufbaustudium Judaistik an der FU Berlin, Promotionszulassung.

In dieser Zeit begann meine ehrenamtliche gottesdienstliche Mitarbeit in der Luisengemeinde in Charlottenburg, wo ich einen kleinen Beitrag zu einem breit gefächerten Gottesdienstleben leisten konnte. Unter anderem war ich am Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft Thomasmesse und der Durchführung von monatlichen Segnungs- und Salbungsgottesdiensten beteiligt.



1992-1997
Anfang der neunziger Jahre riefen wir zu dritt das Ev.-franziskanische Stadtkloster Maria Magdalena ins Leben als geistlich bestimmte Lebensgemeinschaft mit werktäglichem gregorianischen Stundengebet. Wohnung und Kapelle fanden wir im Luisengemeindehaus. Ein Förderverein und ein landeskirchlicher Kurator begleiteten uns. Wir hatten freundschaftliche Beziehungen zu katholischen Kommunitäten. Weil es uns nicht gelang, innerhalb unserer Kirche wirklich Fuß zu fassen, mussten wir das kommunitäre Leben beenden. (Leitbild)



1993-2020
Mitarbeit Ökumenische Aids-Initiative KIRCHE positHIV

Nachdem eine ganze Reihe von Freunden an den Folgen von AIDS verstorben war, wollten meine Frau Dorothea Strauß und ich den ausgrenzenden Umgang der Kirchen mit dem Thema und die Heimatlosigkeit der Menschen mit HIV in den Kirchen nicht länger tatenlos hinnehmen und gründeten die Ökumenische AIDS-Initiative KIRCHE positHIV, die sie seitdem leitete. Ich selbst arbeitete ehrenamtlich mit und koordinierte die von KIRCHE positHIV gestalteten monatlichen Gottesdienste, zunächst in der Kirche Am Lietzensee und dann in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche.

2022 erschien:

„Die Ökumenische Aids-Initiative
KIRCHE positHIV
1993-2020
Texte und Materialien“

1994-2022
Religionslehrer in Berlin-Steglitz / Zehlendorf, seit 2000 an der Sancta-Maria-Schule in Berlin-Wannsee, einer katholischen freien Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung (Sonderschule). Trägerin war die Kongregation der Hedwigschwestern. Mutterhaus (Ordensleitung), heilpädagogisches Kinderheim und Schule liegen auf demselben Gelände. Die Rahmenbedingungen waren für mich optimal: Religion als gleichberechtigtes Fach; am Unterricht nehmen alle Schüler*innen einer Klasse teil; es gibt Schulgottesdienste und geistliche Feiern. Ich war zugleich Schulseelsorger und begleitete lange Zeit die Schulentwicklung als Organisationsberater. Zuletzt gründete und leitete ich zusammen mit einer Kollegin einen Schulchor, der bei unseren Gottesdiensten und bei Festen im Schulleben auftrat, u.a. mit der Schulhymne.



2000-2015
Nach einer Weiterbildung in Systemischer Organisationsentwicklung und -Beratung an der Paritätischen Akademie Berlin arbeitete ich freiberuflich als Organisations- und Gemeindeberater und war Mitglied der AG Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung in der EKBO. Meine Auftraggeber:innen kamen aus den Bereichen Kirchengemeinden, Kirchenkreise, kirchliche Einrichtungen und Orden.



seit 2009
Vorsitzender der Theologischen Kommission des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg. Der ÖRBB ist das Äquivalent zu den Regionalorganisationen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland.
In diesem Zusammenhang 2012-2022 Organisation und Leitung einer Initiative für interkulturelles ökumenisches Lernen von angestammten Kirchen und Gemeinden aus der Migration (vgl. Texte); inzwischen angegliedert an das ökumenische Netzwerk Gemeinsam für Berlin.